In vielen Ländern, darunter auch Deutschland, ist der Zugang zu Trinkwasser eine Selbstverständlichkeit. Wir drehen den Wasserhahn auf und erhalten sauberes, frisches Wasser – eine Ressource, die in der modernen Welt oft als unerschöpflich und billig wahrgenommen wird. Doch hinter dieser scheinbaren Unkompliziertheit verbirgt sich ein komplexes System der Wasserversorgung, das zunehmend unter Druck gerät.
Die Versorgung mit Trinkwasser wird in vielen Nachbarstaaten und -bundesländern schwieriger. Gründe dafür sind vielfältig: Klimawandel, zunehmende Dürreperioden, die Belastung von Gewässern durch Verschmutzung und der steigende Wasserverbrauch. Diese Faktoren führen dazu, dass Quellen, Brunnen und Stauseen in einigen Regionen weniger Wasser liefern als früher, während gleichzeitig der Bedarf steigt.
Steigende Entnahmen, abfliessende und nicht mehr ins Grundwasser gelangende Niederschläge erhöhen die Anforderungen an eine stabile Trinkwasserversorung.
Neben der Pflege und dem Erhalt der Infrastruktur ist ein modernes Wassermanagement mit z.B. wassersparenden Technologien, Rückhaltebecken und Retentionsflächen unverzichtbar, um mit der Stabilisierung der natürlichen Wasserkreisläufe Versorgungsengpässe zu vermeiden und eine bei starken Niederschlägen strapazierte Kanalisation zu schonen.
Langfristig gesehen ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Politik, Wirtschaft und Bevölkerung notwendig, um den Wasserkreislauf stabil zu halten und die Wasserversorgung auch in Zukunft zu sichern.
Wirkliche Engpässe haben die 2 Brunnen der Straßlacher Trinkwasserversorgung in den vergangenen Jahren noch nicht erlebt. Im Notfall soll ein Verbund mit Endlhausen eine stabile Versorgung absichern. Dass sich die umliegend erkennbare Entwicklung der Versorgung auch in den Ausläufern der Alpen zuspitzt, ist vermutlich nur eine Frage der Zeit.
Autor: Andreas Grimm
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